Samstag, 30. Juli 2011

momentan...

geht "kreativtechnisch" leider nicht viel.

meine angefangene hose hängt seit tagen wochen halb genäht auf einem bügel und wartet auf ihre vollendung bzw. die letzten nähte.

mein kleines fastkindergartenkind, dass morgens früh aufsteht, mittags nur noch wenig schläft und abends spät ins bett geht, fordert mich toujours, und für kreatives bleibt da momentan nur wenig zeit.


dazu kommen zwei nörglige (groß)kinder, denen das schlechte wetter ebenso auf's gemüt schlägt wie mir;

das schöne an schlechtwettertagen ist jedoch, das man den ganzen tag mit kuchenbacken und dekorieren verbringen kann (denn das fastkindergartenkind darf ja schließlich mithelfen);

der 10. geburtstag meiner tochter fand dieses jahr nur im kleinen kreis statt;

deshalb gab's zur torte mit feuerwerk dieses jahr nur ganz viel kleingebäck, natürlich mit ganz vielen geschenken und einem großen bunten frühlingswiesengeburtstagsblumenstrauss (aber vom
gärtner), wie wir ihn lieben;

passend dazu habe ich drei kleine sträusschen zur tischdekoration binden lassen;




die torte hat's leider nicht mehr auf's bild geschafft - war dieses mal aber eher ein törtchen von der höhe her (das kommt davon, wenn man nur auf ein tolles tortenfoto schielt und im rezeptteil dann den angegebenen durchmesser der kuchenform schlichtweg ignoriert) - ein boden, ohne zu backen mit amarettinis, cornflakes und schokolade; obenauf sahne mit quark und himbeeren - sehr erfrischend und oberlecker.
die deko mit
oreo-keksen, amarettinis, zuckerherzen und als highlight dieses hier;




dazu habe ich zwei verschiedene arten von cupcakes gebacken: schokoladige mit nusstückchen und vanilla cupcakes.




die nuss-schokoladigen haben ein kleines couverture-häubchen bekommen, verziert mit esspapierblümchen.




die vanilla-cupcakes wurden nur mit puderzucker bestäubt und mit flip flop pickers verziert.

die cupcake-förmchen sind von hier;


liebe grüsse silke

Montag, 11. Juli 2011

3,20 m

wie bereits schon im letzten post angedeutet, sollte nun dringend ein (näh)erfolgserlebnis her.

mein kleiderschnitt durfte eine kleine pause einlegen, und mir war eher nach etwas "hosigem";

mit den rundschau-schnittmustern habe ich bisher nur relativ gute erfahrungen gemacht, schwierigkeiten habe ich meistens beim schnittmusterausrädeln und späteren rausfinden, wie die schnitte ineinander passen; auch hier gibt es wiederum keinerlei anleitung - die schnitte allerdings finde ich extrem gut, manche auch ausgefallen und sehr stylisch, und vor allem, sie sitzen richtig gut!

erste erfahrungen und ergebnisse habe ich ja bereits bei meiner pluderhose dokumentiert (hier, hier und hier);

nun gut, ein weiteres modell aus der kategorie pluderhose sollte es sein. ausgesucht habe ich mir dieses mal ein modell mit "seitlichem waserfall".

aber schon für den schnitt habe ich geschlagene 2 stunden (!) gebraucht, bis ich ihn "rausgerädelt" hatte. vorderes und hinteres haupthosenteil bestehen nämlich aus je 3 zusammengesetzten teilen und diese suche man nun bitte bei selbigem schnittmuster (wobei man manche linien doppelt "rädeln" musste).




diese beiden (eigentlich sind's ja drei) teile ergeben nachher ein (!!!) hosenbein; (zum vergleich: am rechten schnittmuster sieht man "nachgerädelt" die "normale" hosenform;

klar, dass bei den riesigen schnittteilen der stoffverbrauch enorm ist. ich habe mich für einen dunkelblau leicht ausgewaschenen bioleinen von hilco (140 cm breit) entschieden, den hatte ich noch vorrätig - nicht auszudenken, obwohl ich ja anfangs schon damit geliebäugelt habe, wenn ich einen seidenstoff genommen hätte (mal ganz davon abgesehen, wie horrend teuer mich diese hose gekommen wäre)...

die breite des leinen hat gerade noch so gereicht, um den angegebenen stoffverbrauch von 3,20 m länge einzuhalten;

zuschneiden und die ersten nähte zu setzen waren zunächst auch kein größeres problem...

fortsetzung folgt...


liebe grüsse silke

schnittmuster: rundschau 07-08/2008, modell 8024

Freitag, 8. Juli 2011

lutterloh

eigentlich wollte ich ja das "lutterlohen" zu meinem juli-monatsmotto machen... ja, eigentlich...

ich hatte in der letzten wochen bereits in mehreren blogs das ein oder andere über das lutterloh-system bzw. den goldenen schnitt gelesen und die meinungen deren, die damit schon gearbeitet haben, waren dann teilweise doch auch ziemlich konträr gewesen;

neugierde geweckt... und, da war doch noch was angestaubtes in meinen schubladen...

tatsächlich hat meine mutter vor ein paar jahren eine vorführung zum thema lutterloh besucht und sich dort das starterpaket aufschwatzen lassen. bei ihr lag es dann ein paar jährchen unbenutzt, bis es den weg zu mir (in meinen schrank) gefunden hat und ... nun ja, zwar für gut befunden, aber irgendwie doch auch nie so richtig gebraucht...

wer das lutterloh-system nicht kennt (grob erklärt):

anhand von winzig kleinen schnitten und mit nur zwei eigenen maßangaben (taillen- und hüftumpfang), kann man sich, laut lutterloh, die schnitte sozusagen auf den eigenen leib zuschneidern.

klingt auf anhieb ganz toll - nur, man bekommt eben nur den grundschnitt geliefert - keinerlei anleitung zum nähen und sämtliche belege, kragen, taschen etc. muss man sich dann noch selbst "zurechtschnitzen".

das grundpaket beinhaltet bereits schon mehrere schnittmuster (derzeit mit 280 schnitten) und kostet momentan etwas mehr als 100, - €. zusätzlich gibt es ab und an modeergänzungshefte mit neueren modellen (natürlich auch zum erwerb).

kurz und gut, an einem leichten schnitt für den anfang wollte ich mich versuchen und habe mir einen leggins-schnitt auf meine maße vergößert. ein leichter dünner und vor allem günstiger jersey sollte für mein erstes versuchsstückchen herhalten.

kurzum, der schnitt hat hinten und vorne nicht gepasst... an den waden eng, ab dem knie ultraweit und am bund auch, kaum mit einem gummi zu bezwingen, es sei denn, man will obenrum einen ballonhose... also nochmals die nähte aufgetrennt und an die nähmaschine... die seitliche naht und auch die innennaht enger vernäht... das resultat - katastrophe - und gleich in die tonne gewandert;

und ich... von meinem ersten lutterloh-versuch absolut gefrustet, das gute buch erstmal in die "wiedervorlage" gelegt...

zumal ich mir nun auch immer wieder die frage stelle "kann lutterloh anhand von zwei maßen überhaupt funktionieren, wenn man nicht den perfekt ausgeloteten body hat??? und wenn ja, warum arbeiten dann nicht die meisten schnittmusterhersteller mit nur diesen zwei maßen?"

... jetzt brauch ich erstmal ein paar (näh)erfolgserlebnisse... aber ich glaube, ich bin bereits in die nächste nähkatastrohe geschlittert... ich sage nur 3,20 m (!) für eine (!) hose... mehr in kürze...


liebe grüsse silke

Dienstag, 5. Juli 2011

kleid no. 2

... ist mir jetzt schon besser geglückt...




mein zusammengewürfeltes eigenes schnittmuster habe ich mit ein paar wenigen handgriffen noch einmal leicht verändert - den ausschnitt habe ich doch noch ein bischen nach unten vergrößert und dem kompletten schnitt 20 cm mehr länge gegeben...

zur hand hatte ich noch einen ornamente-jersey, allerdings nur noch 1,50 m (warum ist eigentlich nie genug stoff da von dem, den man gerade braucht?) und die haben grad' mal so für vorder- und rückenteil gereicht;

mit dem jersey bin ich jedoch dann auch wieder nicht ganz so glücklich gewesen; trotzdem er nicht vorgewaschen wurde, war das muster nicht gerade zum fadenlauf, und es hat sich blöd in die eine richtung nach unten verzogen;

ärmel und ausschnittbündchen habe ich aus einem lang gehütetem polytex-jersey gefertigt;

die nähte dieses mal knappkantiger "veroverlockt", und siehe da... das ergebnis finde ich nun richtig gut (wahrscheinlich war das mit dem frottee eher doch nix);

eigentlich wollte ich das kleid ja dann noch etwas behäkeln, habe es aber aufgrund des gemusterten dann doch schlicht gelassen;

liebe yvonne, danke für deinen kritischen blick beim letzten kleid... das mit der a-linie werde ich bei kleid no. 3 ausprobieren;


liebe grüsse silke

schnitt: eigenkonstruktion
stoff: ornamente-jersey von stenzo, jersey von polytex